Rüstung der Wikinger

Rüstung der Wikinger Die Wikinger waren die Stämme aus Skandinavien. Im Zusammenhang mit ihnen spricht man oft über die Wikingerzeit. Sie begann im Jahr 793, als die Wikinger das Kloster auf der Insel Lindisfarne verwüsteten. Wie kann man eigentlich diese Krieger aus dem Norden charakterisieren?

Die Geschichte der Wikinger

Die Wikinger profitierten aus der unübersichtlichen und wechselhaften politischen Situation im mittelalterlichen Europa. Sie unternahmen verschiedene Feldzüge, um neue Gebiete zu gewinnen und sich zu bereichern. Die Wikinger aus Schweden kolonisierten Länder an der Ostsee, wovon sie nach Russland durchdrangen. Die Wikinger aus Norwegen fuhren nach Schottland, Irland, auf die Shetlandinseln, Orkney und Hebriden. Erik der Rote ließ sich in Island und Grönland nieder. Sein Sohn Leif Eriksson war eigentlich der erste Entdecker von Amerika: er fand die Insel Neufundland vor der nordamerikanischen Küste. Die Wikinger aus Dänemark konzentrierten sich auf Westeuropa und England. Im Jahr 850 besetzten sie das nordwestliche England. Ihr dortiges Gebiet wurde Danelaw genannt.

Am Anfang verhielten sich die Wikinger als Räuber. Sie griffen die Kloster und Kirchen an, weil dort Gold und Kleinodien verborgen waren. Sie brannten manche kirchliche Gebäude nieder und vernichteten zugleich wertvolle Bücher und Schriftstücke.

Die Wikinger waren doch  nicht nur Krieger, sondern auch sehr tüchtige Seeleute. Sie bauten Ruderschiffe mit einem quadratischen Segel. Ihr Kriegsschiff war 30 ‒ 40 Meter lang und sein Bug war mit einem Drachen geschmückt. Man hielt die Wikinger auch für die zuverlässigen Geschäftspartner, weil sie mit dem Gold aus jedem Land, das sie überfielen, bezahlen konnten. In England waren sie auch als gute Landwirte bekannt.

Im Laufe der Zeit empfingen die Wikinger den christlichen Glauben und assimilierten sich. Die Wikingerzeit endete im Jahr 1066, wann der angelsächsische König Harald II. norwegische Wikinger von Harald Hardrade in der Schlacht bei Stamford Bridge besiegte.

Die Rüstung

Zu den Kriegern aus dem Norden gehörten vor allem diese drei Waffen: die Axt (siehe die Kategorie Wikingeräxte), die Lanze und das Schwert. Die Axt mit der Lanze waren nicht teure Waffen, die jeder Krieger besorgen konnte. Das Schwert stellte im Gegenteil einen aufwendigen Gegenstand dar und nur reiche Anführer konnten sich es erlauben.

Die Axt verbreitete sich schon in der Bronzezeit. Sie war doch nicht nur zum Kampf, sondern auch zum Bau eines Hauses oder zum Abholzen bestimmt. Am Anfang der Wikingerzeit gab es einfache Beile. Die bekannteste Axt der Wikinger wird die Breitaxt genannt. Sie zeichnet sich durch die Klinge in der Form eines Halbmondes aus. Der Griff der Äxte war zwischen 50 und 90 Zentimeter lang. Reiche Wikinger hatten Beile mit dem Silber intarsiert. Mit dem Wikingerbeil wird der norwegische König Olav der Heilige dargestellt, der das Christentum verbreitete. Im Jahr 1030 wurde er in der Schlacht von Stiklestad gerade mit der Axt getötet.

Die Wikinger hatten zwei Typen der Lanze zur Verfügung: die schwere, lange Lanze diente zum Nahkampf, während die kürzere Waffe für das Werfen geeignet war.

Das einhändige Schwert wird für die teuerste Waffe der Wikinger gehalten. Es wurde oft aufwendig verziert. Sehr verbreitet war auch das einschneidige Hiebschwert: das so genannte Sax. Vor allem beim Kampf auf der See benutzten die Wikinger den Bogen.

Die Krieger schützten sich mit den runden oder ovalen Schilden. Sie wurden aus Holzbrettern angefertigt und konnten mit Leinen oder Leder bedeckt sein. Runde Schilde konnten sogar 1 Meter breit sein. Die Schilde erfüllten eine Funktion auch bei der Verteidigung. Der Schlag mit der Schildkante konnte eine schwere Verletzung verursachen.

Die Wikinger trugen einfache, runde Helme mit dem Naseneisen und später auch mit den Wagenklappen. Die Wikinger sind seit dem 19. Jahrhundert oft im Helm mit zwei Hörnen abgebildet, was der Realität widerspricht. Die Hörner sollten vielleicht ihren kriegerischen Ruhm unterstreichen.  

Die Rüstung musste sich jeder selbst besorgen. Einfache Soldaten trugen nur einen gepolsterten Ledermantel. Reiche Häuptlinge mit ihrem Gefolge konnten sich eine Rüstung aus Metall leisten: die Schuppenrüstung und auch die teure Kettenrüstung. Die Rüstung reichte nur zu den Schenkeln und die Ärmel zu den Ellbogen: Die Wikinger waren nämlich hauptsächlich Infanteristen und konnten sich dank dieser Rüstung gut bewegen.  

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