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Mittelalter Schmuck

Středověký šperk

Menschen schmücken sich seit Menschengedenken. In der Urzeit produzierten sie Schmuck aus Steinen, Muscheln, Zähnen, Knochen oder Geweih. Schon in den keltischen Siedlungen wirkten Goldschmiede und Schmuckmacher. Im Mittelalter vereinigten sie sich Zünften. Außer Schmuck fertigten sie auch Monstranzen, Reliquiare, Kelche und weitere Accessoires an.

Schmuckstücke in Byzanz

Im Jahr 395 wurde das Römische Reich in das Weströmische und Oströmische (Byzantinische) Reich geteilt. Die Kunst im Osten beeinflusste deutlich mittelalterliche Kunstwerke ‒ natürlich auch den Schmuck. Byzantinische Künstler und Handwerker schöpften Inspiration aus verschiedenen Quellen: zum Beispiel aus der Antike. Im Mittelalter spielte aber der Glauben eine wichtige Rolle, der auch das Aussehen vom Schmuck kennzeichnete. Byzantinische Schmuckstücke sind z.B. aus den Mosaiken bekannt, die in verschiedenen Kirchen erhalten sind.

Einer großen Beliebtheit erfreuten sich die Broschen, die nicht nur Frauen, sondern auch Männer verwendeten, um ihre Kleidung zusammenzubinden. Die Broschen waren gewöhnlich rund und mit Edelsteinen oder Reliefen verziert. An der unteren Kante hingen oft drei winzige Kettchen. Während verschiedener Feste, zum Beispiel während der Hochzeiten, trugen reiche Frauen goldene Kronen. Sie schmückten sich auch mit den Ohrringen: bei diesen war die Form eines Halbmondes sehr beliebt. Sie wurden oft aus gehämmertem Gold hergestellt. Was die Motive betrifft, waren Kreuze sehr häufig. Ein Lieblingsthema stellten auch zwei gegenüber stehende Pfaue dar. Sie symbolisierten die Auferstehung vom Christi und der Kirche.

Byzantinische Goldschmiede benutzten gern die Technik des Filigrans, bei der feine Drähtchen aus Gold und Silber verflochten sind. Sie wurde oft mit dem Granulieren kombiniert: Dekorieren mit kleinen goldenen oder silbernen Kügelchen. Die Schmuckstücke wurden auch mit Email verziert ‒ Bestreichen mit verschiedenfarbigen Pasten.

Wegen des Ikonoklasmus flohen viele Goldschmiede nach Italien. Sie lebten auch auf dem Gebiet des heutigen Frankreichs oder Deutschlands. Auf diese Weise verbreitete sich die byzantinische Kunst.

Die Schmuckstücke im Mittelalter und ihre Funktionen      

In der Zeit des Mittelalters konnten Kleinodien als diplomatische Geschenke dienen. Im Tauschhandel wurden sie auch als ein Zahlungsmittel verwendet. Die Schmuckstücke, die der Käufer so gewann, wurden häufig geschmolzen und dann wurde ein neuer Schmuck umgestaltet.

Immer beliebt blieben die Broschen, die für ein Symbol der Liebe und Ehre gehalten wurden. Eine große Bedeutung wurde den Ringen beigemessen. Die Adeligen trugen sie an jedem Finger. Nur der Zeigefinger stellte eine Ausnahme dar, weil er für unsauber galt. Mittelalterliche Ritter empfingen einen Ring von der Dame, in deren Dienst sie standen. Frauen und Männer schmückten sich mit prunkvollen Colliers aus Gold, Silber oder Bronze. Diese wurden mit Edelsteinen ‒ Saphiren, Rubinen, Smaragden und Topasen ‒ dekoriert. Menschen im Mittelalter waren überzeugt, dass die Edelsteine sie vor dem Satan, der Pest und dem Tod schützen. In der Gotik wurden sie sogar an die Bekleidung und die Hüte angenäht. Männer und Frauen banden sich um die Hüften einen Schmuckgurt, an dem Schellen hingen. Die erschienen auch an den so genannten Schnabelschuhen: gotischen Schuhen aus weichem Leder, die eine lange Spitze hatten.

Namentlich für die Regionen an der Ostsee war der Bernstein charakteristisch, der dort auch gefördert wurde. Es ging um versteinertes Harz, an dessen Gewinnung schon die Wikinger Interesse hatten. Es wurde kunstvoll verarbeitet. So entstanden zum Beispiel prächtige Ketten und Armbänder.

Solche herrlichen Kleinodien konnten sich natürlich nur reiche Menschen erlauben. Arme Menschen begnügten sich mit den Schmuckstücken aus Holz, Leder oder mit Glasperlen. Sie fanden auch Gefallen an Talismanen und Amuletten, die einen Schutz vor Hexen, Wolfsmenschen, bösen Zaubern und Gespenstern boten und Glück bringen sollten. Zu diesem Zweck dienten auch getrocknete Kräuter im Beutel, den die Menschen an ihrer Brust trugen. Die katholische Kirche lehnte natürlich diesen Aberglauben ab. Kirchliche Würdenträger zogen das Anhängsel in der Form eines Kreuzes vor.  Im Mittelalter setzten sich auch Rosenkränze durch. 

Themen: Schmuck

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