Schnabelschuhe

Ob Schnabelschuhe ihre Entstehung (um 1089) dem Grafen Fulko von Anjou oder Angers zu verdanken haben, der wegen seiner deformierten Füße auf diesen Einfall gekommen sein soll und vorn lang zugespitzte Schuhe trug, ist fraglich. Spitz zulaufende Schuhe, aber mit moderater Spitze, sind zwar seit jener Zeit getragen worden, aber die populärste Form war fast immer die runde Form. Es mag sein, dass sie in Europa bei den Polen zuerst in Anwendung kamen, worauf der früheste englische Name, Cracowes (von Krakau), vielleicht hinweist; doch schon zuvor wurden sie im Orient getragen. Der Autor des Eulogium Historiarum datiert deren erste Erscheinung auf die Jahre 1361-1362.

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Schnabelschuhe

Schnabelschuhe wurden zuerst im späten 14. Jahrhundert populär – um 1400 waren schon wieder aus der Mode. Allerdings wurden sie in der Mitte des 15. Jahrhunderts erneut derart beliebt, dass Kleiderordnungen erlassen wurden, um ihre Verwendung und damit verbundene Exzesse zu regulieren.

1463 wurde angeordnet, dass kein Ritter, Knappe, Adliger oder sonst eine Person Schuhe mit Spitzen länger als 2 Zoll tragen durfte. 1465 wurde der Erlass dahingehend verschärft, dass kein Schuster oder Schuhmacher Schuhe mit längeren Spitzen als 2 Zoll herstellen durfte. Im Laufe der Zeit trugen nicht nur die Adligen, sondern alle Schichten Schnabelschuhe, weswegen die Länge der Schuhspitze in Kleiderordnungen genau geregelt wurde und sich am sozialen Stand des Trägers orientierte.

Ein weiterer, sehr populärer Name dieser Schuhe ist auch heute noch Poulaines, was so viel wie Schiffsschnabel bedeutet. Zu den Schnabelschuhen kamen in der ersten Hälfte des 15. Jahrhundert bei beiden Geschlechtern besondere Unterschuhe oder Trippen (eine Art dicker Holzsohle mit Riemenbefestigung) genau nach der Form der Sohle, zur Unterstützung der Schnäbel langspitzig gestaltet.

Beratung: Fragen & Antworten

Was ist der Unterschied zwischen industriell gewalzter und handgeschmiedeter Klinge?

Im Fall von Handgeschmiedeter Klinge nimmt unser Schmied den bereits gewalzten Federstahl und schmiedet ihn mit der Hand auf dem Amboss oder unter dem Fallhammer. Durch das Schmieden wird der stahl mehr verdichtet. Bei industriell gewalzten Federstahlklingen wird die Stahlplatte auf Streifen unter Fallschere geschnitten, dann werden sie geschliffen oder gefräst und ohne weiteres Schmieden direkt in den Glühofen gegeben und im Ölbad gehärtet. Die Eigenschaften beider Verarbeitungen unterscheiden sich voneinander nicht viel, da das industrielle Walzen schon sehr gut ist. Auf geschmiedeten Klingen bleiben in der Regel Schmiedespuren, die ihnen ein authentisches und einzigartiges Aussehen verleihen.

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