Wie pflegt man ein Samuraischwert?

Wie pflegt man ein Samuraischwert?
Ein Samurai war ein japanischer Kämpfer, der dem Kaiser oder seinem Herrn treu diente. Schon in der Kindheit musste er harte Ausbildung absolvieren. Er lehrte Schwertkampf, Bogenschießen, Selbstverteidigung, aber auch Teezeremonie, Ikebana und Dichtkunst. Die Samurais mussten immer ihre Angst und ihren Schmerz unterdrücken. An dem Gürtel, den sie um ihren Kimono umwickelten, trugen sie ein Schwert, das sie für ihre eigene Seele hielten. Deshalb verdient dieses Schwert eine besonders gute Pflege.

Das Samuraischwert

Das Schwert, das japanische Kämpfer früher verwendeten, heißt Katana. Es besteht aus einer Klinge und aus der Montierung (Koshirae), zu der Tsuba (Stichblatt), Habaki, Fuchi, und Tsuka (Handgriff) gehören. Das Schwert wird in der Saya (Scheide) getragen. Die Klinge wird aus Karbonstahl hergestellt, der leicht korrodiert. Aus diesem Grund wird sie i.d.R. mit einem Ölfilm geschützt. Man sollte die Klinge auf keinen Fall mit nackter Hand berühren. Das Fett, der Schweiß und die Säuren auf den Händen tragen nämlich zum Verrosten bei. Eine gute, regelmäßige Klingenpflege ist außerordentlich wichtig. Ohne sie kann sich das Schwert seine Qualität nicht behalten. Die Klinge eines Schwertes ist sehr scharf, was man mit seinem Finger nicht testen sollte. Man könnte sich ernstlich verletzen; das Blut verursacht die Korrosion auch.

Was braucht man zu der Schwertpflege?

Das Schwert kann man mit einem Wischtuch, am besten aus Baumwolle, oder mit dem Reispapier, dem so genannten Nuguigami, reinigen. Man muss es zuerst gründlich durchkneten. Auf diese Weise befreit man das Papier von groben Partikeln, die die Klinge verkratzen könnten. Die Klinge poliert man mit Nelkenöl, das als Choji bezeichnet wird. Es handelt sich nicht um gewöhnliches ätherisches Öl, das man in den europäischen Apotheken kaufen kann. Auf die Klinge wird auch der feine Kalksteinpuder aufgetragen, den man Uchiko nennt. Auf dem Markt findet man verschiedene Schwertpflege-Sets, die diese Hilfsmittel beinhalten.

Reinigung    

Die Scheide ist gewöhnlich lackiert. Es genügt, wenn man den Staub ab und zu mit einem trockenen Tuch wegwischt.

Die Klinge braucht eine gute, regelmäßige Pflege: mindestens einmal pro 3 Monate. Es wurde schon erwähnt, dass der Kontakt mit der nackten Hand zur Korrosion führt. Aus diesem Grund muss die Klinge auch nach einem solchen Kontakt sofort gereinigt werden. Erstens nimmt man einen Wischtuch oder ein Reispapier, mit dem man Öl und Unreinigkeiten von der Klinge beseitigt. Dann kommt der Kalksteinpuder an die Reihe. Man streut ihn gleichmäßig auf die ganze Klinge. Einzelne Prisen von Pulver sollten ungefähr 3 Zentimeter voneinander entfernt sein. Danach muss man beide Seiten der Klinge polieren, wozu wieder das Reispapier oder ein neuer Lappen aus Baumwolle dient. Falls es notwendig ist, kann man diesen Schritt noch einmal wiederholen. Man muss aber in dieser Phase Acht darauf geben, damit man den  Puder nicht einatmet. Uchiko hat doch einen Fehler: eine häufige Verwendung kann die Oberfläche des Schwertes verkratzen. Deshalb sollte man in der Apotheke ein reines Ethanol kaufen und diesen Alkohol auf die Klinge streichen. Am Ende behandelt man die trockene Klinge mit konservierungsöl. Man beträufelt sie einfach mit Choji oder anderem Waffenöl und streicht es mit dem Reispapier oder mit einem saugunfähigen Wischtuch. Mit dem Öl sollte man eher sparen. Wenn der Ölfilm zu dick wäre, könnten die Holz- und Staubteilchen aus der Saya an de Klinge festkleben. Der Atem sollte nicht zur Klinge durchdringen, weil seone Feuchte auf der kalten Stahlklinge kondensieren könnte. Beim Reinigen muss man keinen großen Druck ausüben, aber man muss sorgfältig sein. Eine schnelle Arbeit lohnt sich nicht.

Bei dieser Prozedur muss man noch eins bedenken: die Klingenschneide darf nie zu sich gerichtet sein! Das sorgfältig behandelte Schwert wird wieder in die Saya gesteckt und dadurch weiter gut geschützt.

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