Zum Inhalt  Hauptmenü

Die unterschätzte Axt hat eine lange Vorgeschichte. Wozu diente sie früher?

29.06.2020
Sekery

Egal ob sie von Jungen in Vorbereitung auf eine märchenhafte Schlacht gebaut wurde oder später zum Holzfällen benutzt wurde, die meisten Männer hielten mindestens einmal eine Axt in ihren Händen. Sie begreifen aber oftmals nicht, dass dieses Werkzeug, das auf den ersten Blick sehr üblich und einfach aussieht, eine sehr reiche Geschichte hat. Nämlich geht es um eine der ältesten menschlichen Erfindungen.

Die ersten Äxte lassen sich schon in prähistorischen Zeiten finden. Die ersten Menschen bauten sie aus verarbeiteten Feuersteinen und gespaltenen Holzstücken. Und kein Wunder, dass sie unglaublich praktisch waren. Das erste dokumentierte Beil ist etwa achttausend Jahre alt. Dank weiterer Entdeckungen entwickelte sich auch die Axt. Feuer- und andere Steine wurden durch Bronze ersetzt – später auch durch Eisen, Stahl und andere Metalle.

Holzfällen können Sie vergessen

Heutzutage assoziieren wir eine Axt meistens mit dem Hacken von Holz, aber in der Vergangenheit hatte es viel mehr Bedeutungen. Früher diente sie hauptsächlich als eine Hiebwaffe. Ihre Popularität verdankt sie vor allem den Wikingern, die ihre Kampfäxte nach speziellen Verfahren schmiedeten. Diese waren zu dieser Zeit in Europa ohnegleichen und dank der hohen Qualität von geschmiedeten Waffen konnten die Krieger noch gefährlichere Schlachten gewinnen.

Vom 6. bis zum 9. Jahrhundert schwenkten Langobarden, Germanen und Kelten ihre Äxte, als sie einen Schlachtruf ausstießen. Das war aber noch nicht alles. Die gleiche Waffe wurde von Slawen und nomadischen Plünderern aus dem Osten eingesetzt. Die Verwendung von Kampfäxten war in allen Nationen praktisch gleich. Im Kampf schnitten sie damit den Gegnern ihre Glieder ab, im Übrigen wurden sie auch auf die Feinde geworfen. Die beste Verteidigung gegen Angreifer mit Äxten war ein Schild, der einen wesentlichen Bestandteil der Kampfausrüstung ausmachte.

Im Laufe der Zeit hat sich die Anwendung von Äxten auch auf andere Bereiche ausgeweitet. Die Holzfäller benutzen sie, um Wälder zu fällen und die Henker hackten damit Köpfe ab. Die Indianer begruben Äxte überdies als Friedenzeichen.

Man brauchte einen starken Schwung, um einen Kopf abzuhauen

Die Enthauptung mit Axt oder Schwert war im Mittelalter eine der schnellsten und effektivsten Todesarten. Andererseits würde eine große Anzahl von Verstorbenen dieser Aussage nicht zustimmen. Um den Kopf von ihren Körpern beim ersten Mal trennen zu können, musste der Henker nicht nur eine enorme Kraft besitzen, dank der er ein riesiges Richtbeil schwingen konnte, sondern auch sein Ziel richtig treffen. Letzteres war jedoch nicht so einfach, besonders wenn der Sträfling zappelte und versuchte, sich von den Fesseln zu befreien.

Dies führte oft zu Situationen, in denen die Axtschläge des Henkers wiederholt werden mussten und die Qualen des Verurteilten verlängert wurden. Nach einer solchen Trennung des Kopfes bewegten sich die Münder und Augen des Verstorbenen noch einige zehn Sekunden lang. Die Tatsache, dass Kinder oft zur Hinrichtung gingen, um den gruseligen Prozess zu betrachten, ist für uns heute unvorstellbar.

Die Hinrichtungen durch Enthauptung wurden später verbessert. Während der Französischen Revolution verbreitete sich eine neue Hinrichtungsmaschine, die heute als Guillotine bekannt ist. Äxte wurden daher zu diesem Zweck nicht mehr benötigt.

Zwei Gold für eine Axt und ein Taler für einen Schaft

Seit prähistorischen Zeiten besteht die Axt aus zwei Grundteilen, dem Schaft und dem Kopf. Der Kopf ähnelt normalerweise der Form eines Keils mit einem Loch, in das der Schaft fest eingesetzt ist. Es dient als der Griff des Werkzeugs und stellt eine Art von einem kurzen Stiel dar, der zuvor mit Ornamenten und Symbolen verziert wurde – diese Verzierungen kann man z. B. auf Wikingeräxten sehen. Die Länge und Form des Schafts sind hierbei sehr wichtig. Dank seiner Verarbeitung kann man die Axt richtig ausbalancieren. Beim Axtwerfen werden Sie ihre Qualität bestimmt anerkennen und hochschätzen.

Es scheint, dass Äxte heutzutage nicht mehr so benutzt werden wie früher, aber das Gegenteil ist der Fall. Zum Beispiel Tischler, Feuerwehrleute, Förster oder Metzger können auf Äxte nicht verzichten. Die Form der Axt selbst passte sich auch dem Beruf an. Tischler verwenden verschiedene Arten von Tischleräxten, von klein bis groß. Der gebräuchlichste Typ eines solchen Werkzeugs ist die breite Tischleraxt, die auch als Breitbeil bekannt ist. Bei kanadischen Holzfällern würde man andererseits eine doppelseitige zweischneidige Axt finden – man nennt sie einfach die kanadische Axt.

Tipps zur Axtpflege

Das Schärfen der Schneide ist einer der wichtigsten Schritte. Das erste Schleifen der Axt erfolgt in ihrer Herstellung mit einer Schärfscheibe. Danach muss die Schneide regelmäßig mit geeigneten flachen Feilen gewartet werden, die einfach von Zeit zu Zeit in kreisenden Bewegungen gegen die Werkzeugschneide geführt werden sollen.

Vermeiden Sie elektrische Schleifmaschinen, die auf den ersten Blick die Arbeit vereinfachen, aber auch Metall erhitzen können. Dann beginnt es sich durch Hitze auszudehnen und daraufhin an Qualität zu verlieren. Wenn Sie die Axt intensiv benutzen, ist es gut, sie manchmal einem Schmied anzuvertrauen. Er wird sie erneut schmieden und wieder härten. 

Der Austausch des Schafts ist nach Gebrauch erforderlich. Es ist der gespannteste Teil des Werkzeugs und wenn es aus Holz besteht, kann es während der Arbeit reißen oder splittern. Dies bringt eine Reihe von Gefahren mit sich, die Sie vermeiden sollten.

Wenn ein Riss oder eine ähnliche Beschädigung auftritt, muss der Schaft sofort ersetzt werden. Entfernen Sie daher das gesamte Holz vom Kopf und insbesondere von dem Auge der Axt – es kann dabei um einen sehr mühsamen Prozess gehen. Vermeiden Sie wieder das Erhitzen vom Metall – aus diesem Grund dürfen Sie das Holz nicht verbrennen. Dies könnte den Axtkopf dauerhaft beschädigen. Die Axtschneide darf sich aufgrund der Rissgefahr nicht erwärmen. Eine so erhitzte und langsam abgekühlte Schneide stumpft auch viel schneller ab und kann später nicht mehr gut geschärft werden.

Auch die Lagerung der Axt soll nicht unterschätzt werden. Ihr Platz ist in einer trockenen Umgebung, wo es Feuchtigkeit und möglicher Korrosion widersteht. Sie können auch die zeitliche Abnutzung verhindern, indem Sie die Schneide mit Vaseline oder einem anderen Konservierungsmittel für ähnliche Werkzeuge bestreichen.

Wenn es um eine Outdoor-Axt geht, sollte man sie nach Beendigung der Außenarbeiten abtrocken und jeglichen Schmutz von ihr entfernen. Erwägen Sie für häufigere Transporte den Kauf einer Schutzhülle, in dem das Werkzeug in Trockenheit bleibt und mögliche Stöße verhindert werden.

Themen: Äxte

Artikel gefällt? Teilen sie ihn mit Freunden!

Kommentare (0)

Empfohlener Artikel

Ähnliche Artikel

  • Damoklův meč Das Damoklesschwert – eine Legende, die bis heute gültig ist

    Über seiner Kehle baumelte eine Schwertklinge, die Damokles zunächst nicht bemerkt hatte. Aber als er sie sah, wurde ihm plötzlich klar, dass er den umgebenden Wohlstand nicht genießen konnte. Das Essen in seinem Mund wurde bitter und die Bilder an den Wänden verwandelten sich in unangenehme Formen. Anstatt die Gaben des Monarchen achtlos zu genießen, wollte er plötzlich so weit wie möglich von dem Palast entfernt sein. Aus diesem Grund erhielt das Gefühl, wenn man sich in Gefahr befindet und daher nicht freuen kann, den Namen Damoklesschwert. Dabei sollten wir es eher das Schwert des Dionysos nennen. Warum ist das so und wie hat alles geendet?

  • Meč Das Schwert verbirgt sich in vielen Gestalten. Von einer kalten Waffe zu einem Kronjuwel

    Klinge, Kreuz, Handgriff und Pommel. Diese vier Teile, die eine strahlende und atemberaubende Schöpfung ausmachen, werden seit der Antike von kleinen Jungen bewundert. Es geht um das Schwert - eine der ältesten Waffen der Welt. Von der Antike über das Mittelalter bis zur Gegenwart wird es mit Heldentum, Mut und Geschicklichkeit verbunden. Es kommt in Legenden, Geschichten und Märchen vor.

  • Das Schwert als die wertvollste Waffe der Wikinger

    Die meisten Menschen stellen sich die Wikinger nur als gruselige Krieger und brutale Plünderer vor. Die Wahrheit ist jedoch, dass sie auch erfahrene Händler und hervorragende Handwerker waren. Die Fähigkeiten der Schmiede jener Zeit waren nicht zu leugnen. Die fortgeschrittenen Waffen, die sie hinterlassen haben, waren fast tausend Jahre ihrer Zeit voraus. Gehörte das Schwert zu den gewöhnlichen Waffen der Wikinger? Und wie wurden sie tatsächlich hergestellt?

  • Historisches Fechten und die Kunst des Kampfes mit einem Schwert

    Die Kunst des Fechtens ist der Menschheit schon seit der Antike bekannt. Sein Hauptzweck war ein Kampf im Krieg und Selbstschutz. Mit der Zeit entwickelte sich das Fechten mit dem technologischen Fortschritt zu verschiedensten Techniken, welchen vor allem Europa, aber auch Japan und China dominierten. Aber was heißt Fechten heute? Handelt es sich um einen wirklichen historischen Kampf oder nur um eine faszinierende Choreografie, die den Zuschauern den Eindruck bringen sollte, dass sie in die vergangene Zeit vor mehreren Jahrhunderten gerieten?

Kommentare (0)

Kommentar Schreiben


Wir widmen uns unseren Kunden, ihre Fragen aller Art werden beantwortet

Ihre Fragen helfen uns sich zu verbessern. Was für einen selbstverständlich ist, kann für deinen andren eine interessante Neuheit. Zögern Sie nicht, Fragen zu stellen. Wir sind für Sie da! Was wir selbst nicht wissen, das besprechen wir mit Experten, mit denen wir eng zusammenarbeiten. Häufig gestellte Fragen werden dann hier veröffentlicht. Vielen Dank für Ihre Wissbegier!

  • Kaufen Sie gerne günstig mit Versand Gratis ein? Wenn Sie für mindestens 300 € gekauft haben, erhalten Sie von uns eine portofreie Lieferung durch GLS innerhalb Deutschlands!

    Gratis Versand ab 300€ Bestellwert

  • Es ist notwendig, dass die Ware schnell geliefert wird? Wenn Sie es schaffen, bis 11.00 Uhr Ihre Bestellung aus dem Lager aufzugeben und bezahlen, wird sie noch am selben Tag ausgeliefert. Die Lieferung dauert i.d.R. 2-3 Werktage.

    Schnelle Lieferung bei Bestellung bis 11:00

  • Passt die gelieferte Größe nicht? Wir tauschen die Ware innerhalb von 14 Tagen in eine andere Größe kostenlos um. Sie bezahlen nur den Versand.

    Umtausch der Größe innerhalb von 14 Tagen kostenlos

  • Viele von uns angebotene Produkte sind nirgendwo anders zu bekommen. Es handelt sich um einzigartige Replikate der von Museumsexponate, Entwürfe unserer Kunden oder eigene Entwicklung.

    Einzigartige Ware dank exklusiver Produktion

  • Auf einer Fläche von Ca 800m2 lagern wir Ware im Wert von ca. 600 Tausend EURO. Wählen Sie aus dem Lager noch heute passende Artikel. Die Auslieferung erfolgt umgehend. Persönliche Abholung in Kadan lässt sich innerhalb von wenigen Minuten organisieren!

    Riesiges Angebot Bestseller immer auf Lager

Sprache wählen

Währung wählen

EUR