Arminius und die Schlacht im Teutoburger Wald

Arminius und die Schlacht im Teutoburger Wald Wer war Arminius? Arminius war der Sohn vom Fürsten der Cherusker Segimer. Der Stamm der Cherusker bewohnte das Gebiet zwischen Weser und Elbe. Arminius ist zwischen Jahren 18‒16 vor Christus geboren. Als ein kleiner Junge kam er als Geisel mit seinem Bruder Flavus nach Rom, wo er erzogen wurde und militärische Ausbildung bekam.

Während der Züge von Tiberius in den Jahren 4‒6 nach Christus befehligte er auf dem Balkan germanische Hilfstruppen. Damals verhafteten Römer die Kinder ihrer Feinde und diese als Römer erzogen. Als Erwachsene verwalteten Germanen ihre ursprünglichen Stämme und garantierten so gute Beziehungen mit Rom. Arminius kam auch in den Jahren 7‒8 nach Christus zu seinem Volk zurück. Er knüpfte Freundschaft mit dem römischen Statthalter der Germania magna Publius Quinctilius Varus an, aber er führte zugleich den Aufstand der germanischen Stämme, die die römische Vorherrschaft ablehnten.

Die Situation in der Germania magna

In der Zeit von Gaius Octavianus Augustus bedrohten germanische Stämme immer mehr die römische Provinz  Gallien. Der Kaiser wollte aus diesem Grund die Grenze von seinem Reich verschieben und verkürzen. Römer gründeten ein System der militärischen Lager, die das germanische Gebiet kontrollierten. Sie griffen in interne Angelegenheiten von Germanen ein. Germanen mussten auch dem Römischen Reich Steuer bezahlen. Im Jahre 7 nach Christus wurde der neue Statthalter in der Germania magna genannt: Publius Quinctilius Varus. Er war leider kein fähiger Verwalter. Varus bekam seine Funktion, weil er aus einer einflussreichen Familie stammte und weil er in die Familie von Augustus einheiratete. Germanen hielt er für primitiv und seine militärische Kunst war auch unzureichend. Die Spannung in der Provinz begann sich gerade nach seiner Ankunft zu verschärfen. Das Römische Reich entschloss die Situation schnell zu lösen.  Seine Armee galt damals als unschlagbar.

Die Schlacht im Teutoburger Wald (Varusschlacht)

Römer stellten ein Heer zusammen, das aus drei Legionen und sechs Kohorten bestand. Die Armee zählte insgesamt 20 Tausend Männer. Mit Varus an ihrer Stirn marschierte sie in die Germania.

Das Terrain stellte für die Römer ein großes Problem dar. Der dichte Wald war für den Marsch und den Kampf ganz ungeeignet. Die römische Armee kam in den Teutoburger Wald (ostlich von Osnabrück), wo sie den vereinigten germanischen Stämmen (Cherusker, Chattuarier, Brukterer und andere) standhalten musste. Das germanische Heer war viel größer. Es zählte zwischen 30 und 50 Tausend Männer. Im Wald koppelten sich germanische Einheiten unter Arminius᾿ Führung ab. Ihr Vorwand war die Verstärkung mitzubringen. Diese kamen natürlich nicht. Germanen begannen im Gegenteil mit ersten Kämpfen gegen Römer, den das schlechte Terrain mit dem ausgiebigen Regen jede Abwehr unmöglich machten. Sie wollten germanische Soldaten zum Kampf im freien Gelände zwingen. Arminius ließ sich doch nicht aufhetzen, weil er sich dessen bewusst war, dass die Schlacht für ihn verloren wäre. Römer setzten dann mit dem Zug durch den Wald fort. Kleine Gruppen von Germanen griffen sie dort an. Das römische Heer wurde immer schwächer. Zu Arminius schloßen sich auch die germanischen Stämme an, die früher loyal blieben.

Es war am Ende offensichtlich, dass die Schlacht für die Römer verloren ist. In diesem Augenblick beging Varus mit seinen Offizieren Selbstmord. Alle drei Legionen und sechs Kohorten wurden vernichtet. Viele Soldaten kamen in der Schlacht ums Leben, manche wurden auch verhaftet. Römische Frauen und Kinder, die Legionen begleiteten, fielen auch in die Hände von Germanen. Einige wurden den germanischen Göttern geopfert; einige wurden als Sklaven verkauft.

Römische Waffen

Römer brachten ihre Bögen mit, die sie im Wald wegen der feuchten Sehnen nicht verwenden konnten. Der Regen weichte auch ihre Holzschilde ein. Diese wurden aus dem Holz hergestellt, mit dem Leder und Blech bedeckt. Zur Verfügung hatten sie einhändige und beidhändige (Contus) Lanzen und Speere und auch kurze Schwerter: die sogenannte Gladii.

Germanische Waffen

Germanen waren mit leichten Schwerten bewaffnet. Die Angriffe gegen römische Soldaten fingen sie mit den Lanzen, die mit einer dünnen Schneide versehen waren. Sie disponierten auch über kurze Schwerter. Germanische Schilde waren im Gegenteil zu den römischen nicht rechteckig, sondern rund.

Folgen der Schlacht

Die Schlacht im Teutoburger Wald stellt die größte römische Niederlage dar. Varus schätzte seinen Gegner gering. Er dachte sogar, dass kein Kampf stattfindet. Arminius᾿ Onkel warnte ihn zwar vor dem Verrat seines Neffen, aber Varus achtete seine Bemerkungen nicht. Er begriff nicht, dass Germanen ihr Land kennen und Heimatsmilieu sich zu Nutze machen. Gebrochener Augustus sprach damals seine berühmte Worte aus: „Quinctili Vare, legiones redde!“

Römer verzichteten auf die Expansionen im germanischen Raum. Der neue Kaiser Tiberius erhöhte zwei Jahre später die Anzahl der Legionen und kehrte zum Rhein zurück. Ihm und seinem Adoptivsohn Germanicus gelang es nie, Arminius zu besiegen. Tiberius entschied, dass er Germania magna nie unterwirft.

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